Gute vs. schlechte Prompts
Was du aus L2 mitnimmst
Abschnitt betitelt „Was du aus L2 mitnimmst“Du hast gelernt, wie ein Prompt Die Eingabe, die du an ein AI-Modell sendest — deine Frage, Anweisung oder Aufgabe. aufgebaut ist, welche Techniken dich weiterbringen, wie Iteration funktioniert und wie du Prompts auf verschiedene Aufgabentypen zuschneidest. Diese Lektion bringt alles zusammen — an fünf Vorher-Nachher-Vergleichen.
Fünf Vergleiche, fünf Prinzipien
Abschnitt betitelt „Fünf Vergleiche, fünf Prinzipien“1. Vage vs. spezifisch
Abschnitt betitelt „1. Vage vs. spezifisch“| Schwacher Prompt | Starker Prompt |
|---|---|
| ”Schreib etwas über AI im Gesundheitswesen." | "Schreib eine 200-Wörter-Zusammenfassung über AI-gestützte Diagnostik für ein Fachpublikum aus Klinikmanagern. Nenne ein konkretes Beispiel und eine aktuelle Limitation.” |
Warum: Ein spezifischer Prompt definiert Thema, Länge, Zielgruppe und inhaltliche Anforderungen. Die AI muss nicht raten — sie kann liefern.
2. Kein Kontext vs. vollständiger Kontext
Abschnitt betitelt „2. Kein Kontext vs. vollständiger Kontext“| Schwacher Prompt | Starker Prompt |
|---|---|
| ”Gib mir Feedback zu dieser E-Mail." | "Ich schreibe an einen Kunden, mit dem wir seit 3 Jahren zusammenarbeiten. Er hat sich über eine verspätete Lieferung beschwert. Prüfe meine E-Mail auf: professionellen aber warmen Ton, klare Entschuldigung, konkreten Lösungsvorschlag.” |
Warum: Ohne Kontext über Beziehung, Situation und Prüfkriterien bleibt Feedback generisch. Mit Kontext wird es anwendbar.
3. Alles auf einmal vs. fokussierte Einzelaufgabe
Abschnitt betitelt „3. Alles auf einmal vs. fokussierte Einzelaufgabe“| Schwacher Prompt | Starker Prompt |
|---|---|
| ”Fasse den Bericht zusammen, finde Insights, erstelle eine Gliederung und entwirf Talking Points." | "Lies den Bericht und identifiziere die 3 wichtigsten Erkenntnisse für unser Sales-Team. Strukturiere jede Erkenntnis als: Kernaussage (1 Satz), Beleg (Daten aus dem Bericht), Handlungsempfehlung.” |
Warum: Vier Aufgaben gleichzeitig erzeugen vier mittelmässige Ergebnisse. Eine fokussierte Aufgabe mit klarer Struktur erzeugt einen starken Output, den du iterativ weiterbauen kannst.
4. Kein Format vs. klares Ausgabeformat
Abschnitt betitelt „4. Kein Format vs. klares Ausgabeformat“| Schwacher Prompt | Starker Prompt |
|---|---|
| ”Vergleiche diese Projektmanagement-Tools." | "Erstelle eine Vergleichstabelle für Asana, Monday und Notion. Spalten: Preis (Team-Plan), Integrationen, Reporting, Lernkurve. Eine Zeile pro Tool, Bewertung in Stichpunkten.” |
Warum: Ohne Formatvorgabe entscheidet die AI — oft als Fliesstext, der schwer zu scannen ist. Mit Tabellenformat, Spalten und Bewertungskriterien bekommst du genau den Output, den du direkt weiterverwenden kannst.
5. “Mach es besser” vs. gezielte Überarbeitung
Abschnitt betitelt „5. “Mach es besser” vs. gezielte Überarbeitung“| Schwacher Prompt | Starker Prompt |
|---|---|
| ”Verbessere den Text." | "Überarbeite den Text: Kürze ihn um ein Drittel, ersetze Passivkonstruktionen durch aktive Formulierungen, und passe den Ton von akademisch auf ‘erfahrener Praktiker, der Kollegen briefet’ an.” |
Warum: “Verbessere” ist keine Anweisung — es ist ein Wunsch. Gezielte Iteration benennt, was sich ändern soll (Länge, Stil, Ton), und gibt der AI eine klare Richtung.
L2-Zusammenfassung
Abschnitt betitelt „L2-Zusammenfassung“- Jeden Prompt mit Rolle, Aufgabe und Ausgabeformat strukturieren
- Techniken wie Few-Shot Examples oder Chain-of-Thought gezielt einsetzen
- Ergebnisse iterativ verfeinern — mit spezifischem, gerichtetem Feedback
- Pro Prompt eine Aufgabe, pro Aufgabe ein klares Ziel
- Den Prompt an den Aufgabentyp anpassen: Analyse, Kreation, Zusammenfassung
- Vage Anweisungen ohne Kontext, Zielgruppe oder Formatvorgabe geben
- Mehrere unzusammenhängende Aufgaben in einem Prompt bündeln
- Bei unbefriedigenden Ergebnissen 'Mach es besser' sagen statt konkret zu steuern
- Annehmen, die AI kennt dein Unternehmen, deine Ziele oder dein Publikum
- Immer denselben generischen Prompt verwenden, egal für welche Aufgabe
Deine L2-Checkliste
Abschnitt betitelt „Deine L2-Checkliste“Bevor du zu L3 weitergehst, solltest du diese Punkte mit “Ja” beantworten können:
- Ich kann einen Prompt in seine Bestandteile zerlegen (Rolle, Aufgabe, Kontext, Format)
- Ich kenne mindestens zwei Prompting-Techniken und weiss, wann ich sie einsetze
- Ich iteriere gezielt — mit konkretem Feedback statt vagen Änderungswünschen
- Ich passe meine Prompts an den Aufgabentyp an (Analyse, Text, Vergleich, Überarbeitung)
- Ich formuliere Anweisungen statt Fragen, wenn ich einen bestimmten Output brauche
Wie geht es weiter?
Abschnitt betitelt „Wie geht es weiter?“In L3 — Kontext als Infrastruktur lernst du, wie du von einzelnen Gesprächen zu persistentem Kontext kommst. Statt jedes Mal bei null anzufangen, baust du Wissen auf, das über Sessions hinweg bestehen bleibt.
Der Paradigmenwechsel von L3: Von Einzelgesprächen zu persistentem Kontext.