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Erste Gespräche mit AI

L1 Lektion 3 von 5 — Erste Schritte
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Das Wichtigste vorweg: Du kannst nichts kaputt machen. AI-Chatbots sind zum Ausprobieren da. Jede Konversation ist ein Experiment — und die erste Antwort ist immer nur ein Entwurf.

Du:

Ich bereite ein Teammeeting vor und brauche eine Agenda. Das Meeting dauert 60 Minuten, Thema ist die Quartalsplanung Q3. Teilnehmer sind 5 Personen aus Marketing und Vertrieb. Bitte erstelle eine strukturierte Agenda mit Zeitangaben.

AI: (erstellt eine detaillierte Agenda mit Begrüssung, Rückblick Q2, Zielsetzung Q3, offene Diskussion und nächste Schritte — jeweils mit Minutenangaben)

Warum das funktioniert: Du hast der AI alles gegeben, was sie braucht — Dauer, Thema, Kontext, Format. Je mehr relevante Information, desto besser das Ergebnis.


Du:

Schreib mir was über Quartalsplanung.

AI: (schreibt einen allgemeinen Artikel über Quartalsplanung — technisch korrekt, aber nicht das, was du brauchst)

Das Problem: „Schreib mir was” kann alles bedeuten — einen Blogpost, eine E-Mail, eine Präsentation. Ohne Kontext rät die AI, und meistens rät sie falsch.

Einfache Lösung: Ergänze wofür du den Text brauchst und in welchem Format.


Gespräch 3: Schwach — Faktenabfrage ohne Prüfung

Abschnitt betitelt „Gespräch 3: Schwach — Faktenabfrage ohne Prüfung“

Du:

Wie hoch war der Umsatz von Unternehmen X im Jahr 2025?

AI: (nennt eine konkrete Zahl mit Quellenangabe)

Das Risiko: Die AI könnte die Zahl erfinden. Genau das sind Halluzination Eine AI-Antwort, die falsch oder erfunden ist, aber selbstsicher und überzeugend klingt. en — selbstsicher klingende Falschinformationen. Konkrete Zahlen, Statistiken und Quellenangaben solltest du immer unabhängig prüfen.

Do
  • Kontext geben: Wer bist du, wofür brauchst du das?
  • Das gewünschte Format nennen: Liste, E-Mail, Tabelle?
  • Die erste Antwort als Entwurf behandeln und weiterentwickeln
  • Nachfragen, wenn etwas nicht passt: 'Mach es kürzer' oder 'Fokussiere auf Punkt 3'
Don't
  • Einwort-Fragen stellen und perfekte Antworten erwarten
  • Zahlen und Fakten ohne Prüfung übernehmen
  • Aufgeben, wenn die erste Antwort nicht perfekt ist
  • Sensible Daten wie Passwörter oder Gesundheitsdaten eingeben

Ein gutes AI-Gespräch ist kein einzelner Prompt Die Eingabe, die du an ein AI-Modell sendest — deine Frage, Anweisung oder Aufgabe. — es ist ein Dialog. Du kannst jederzeit:

  • Verfeinern: „Das ist gut, aber mach es formeller.”
  • Fokussieren: „Konzentriere dich nur auf den ersten Punkt.”
  • Umlenken: „Nicht als Liste, sondern als Fliesstext.”
  • Hinterfragen: „Bist du sicher bei der Zahl? Woher hast du die?”

Die AI vergisst nichts innerhalb des Gesprächs (solange das Context Window reicht). Du kannst also Schritt für Schritt zum gewünschten Ergebnis arbeiten.

Bitte die AI, eine E-Mail an dein Team zu schreiben, in der du ein Meeting absagst. Gib beim ersten Versuch nur „Schreib eine Absage-Mail”. Beim zweiten Versuch gibst du Grund, Ton und Empfänger an. Vergleiche die Ergebnisse.

Bitte die AI um einen Text (z.B. eine Zusammenfassung deines letzten Projekts). Egal wie die erste Antwort ist — stelle drei Folgefragen, die den Text verbessern. Beobachte, wie sich der Output verändert.

Frage die AI etwas Überprüfbares — z.B. nach dem CEO eines bekannten Unternehmens oder dem Gründungsjahr einer Organisation. Prüfe die Antwort mit einer schnellen Websuche.

Die erste Antwort ist nie das Endprodukt. Die AI ist ein Sparringspartner, kein Automat. Je besser du lernst, mit ihr zu arbeiten, desto besser werden die Ergebnisse.

In der nächsten Lektion geht es um die Grenzen: Wann lügt AI — und warum?

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